Technokörper

Ich sitze mit Lotto, T. und P. in der Küche. Es ist Ostern. Ich merke, dass sich etwas verändert hat. Trotzdem gibt es kurz die Möglichkeit, die Aufmerksamkeit zu verschieben und Impulse nicht auszuführen. Ein (Nicht-)Handlungsspielraum. Warum will ich gefallen? Schnell ins richtige Verhältnis setzen.

(Der Grat zwischen Empathie und Manipulation ist schmal, wenn man sich seiner eigenen Motive nicht bewusst ist)

ARCA

Beim Lesezirkel in Hamburg lesen wir uns gegenseitig vor. Testo-Junkie. Es ist schwer verständlich, aber interessant zu beobachten, wie jemand die Möglichkeit der Körperkontrolle (s. Biopolitik) durch illegales Micro-Dosing von Testosteron selbst in die Hand nimmt. Und damit der eigentlichen Kontrolle durchs Netz geht. Wir sind uns nicht sicher, wer mit Del gemeint ist. Deleuze? Es bleibt nur ein vages Bild nach dem Lesen. Für mich ist das ein vibrierender, widerständiger Technokörper.

Wie beim münchner Leseclub kommt die Idee auf, dass der Text absichtlich komplexer ist, als er es sein müsste. Ob es sich um arrogante Texte handelt, oder um Texte, für die wir nicht genug wissen, wissen wir nicht. Vielleicht ist der Vorwurf, dass etwas (ein Kunstwerk, ein Text,..) arrogant ist, ein Abwehrmechanismus um nicht zu fühlen, dass wir vieles nicht verstehen.

Eine Antwort zu „Technokörper”.

  1. :)) Danke …
    Genau -„Wahrnehmen“ ist das Mantra

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