Ein Katzenzustand ist laut Quantenphysik eine Überlagerung von zwei gegensätzlichen Zuständen. In mikroskopischen Versuchen mit Atomen konnten bereits Katzenzustände erzeugt werden. Das heißt, Atome konnten paradoxerweise gleichzeitig zwei kohärente Zustände einnehmen. Spin-Up und Spin-down. Es gilt als fragwürdig, ob auch in der physikalischen Realität ein Katzenzustand möglich ist. Ich stelle die Hypothese in den Raum, dass Katzenzustände in der menschlichen Realität nicht nur möglich, sondern allgegenwärtig und unterschätzt sind.

Schrödingers Katze ist nicht tot, und nicht lebendig, sie schläft.

Dizzy, Dösen, Abschweifen, Träumen. Auch die Neuropsychologie versucht, die Zustände der gleichzeitigen An- und Abwesenheit zu untersuchen. Bisher weiß man nur, was alle schon wussten. Der Körper bleibt anwesend, die Aufmerksamkeit löst sich von äußeren Reizen und unmittelbar anstehenden Aufgaben und wendet sich der inneren, gedanklichen Welt zu. Wenn man das Gehirn in Ruhe lässt, assoziiert es und kreiert von alleine Neues. Bilder und Ideen, nach denen nicht gefragt wurde.